Fußballspinne
Die Listspinne trägt ihre Eier ständig mit sich herum. Sie hat sie auf ein Spinnseiden-Tuch gelegt und zusammengebunden. Jetzt hält sie das Bündel mit ihren Beißzangen fest.
So kann die Listpinne ihre Eier immer in die Sonne tragen. Dort ist es ja warm, und bei Wärme entwickeln sich die Kinder in den Eiern schneller. Du kennst das von den Vögeln...
Auch sind die Eier bei der Mutter viel sicherer. Die ganzen berüchtigten Eier¬fresser – zum Beispiel die Ohrenkneifer – kommen gar nicht an sie heran.
Weil sie ihr Eierbündel festhält, kann die Listspinne in dieser Zeit nichts essen!
Erst kurz bevor die Kinder aus den Eiern schlüpfen, hängt die Spinne das Bündel in ein Gespinst. Dort leben die Kinder noch ein paar Tage sicher von der Mutter bewacht. Dann erst gehen sie ihrer eigenen Wege.
 

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Listspinne

Pisaura mirabilis
Spinnen fressen alles, was sich bewegt und kleiner ist als sie selbst. Daher ist es für den Spinnenmann sehr gefährlich, zur Paarung in die Nähe einer Spinnenfrau zu müssen! Aber wichtiger findet er es, Kinder zu bekommen. Deshalb bringt der Spinnenmann sich trotzdem in Lebensgefahr!
Die Männer der Raubspinne Pisaura mirabilis gebrauchen eine List, um sicher an das Weibchen heran zu kommen, sie bringen ein Geschenk mit! (Deswegen sind sie aber noch lange keine Listspinnen, die heißen nämlich Dolomedes!). Die Raubspinnen-Männchen fangen irgend etwas, was man so fressen kann, z. B. eine Fliege. Dann verpacken sie das Geschenk in Spinnseide und bringen es der Spinnenfrau mit. Die stürzt sich darauf und ist nun ziemlich lange mit der Mahlzeit beschäftigt. Diese Zeit nutzt der kleine Spinnenmann für die Paarung.
Du erkennst die Raubspinne an ihrem hellen Streifen auf dem Rücken, der vorne zwischen den Augen in einem kleinen Haarbüschel endet.
 

Stand: Juni 2020

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