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Stand: Apr. 2012

Drei Länder, Zweiräder, ein Fluss

Naturerleben an der Rur
RurUferRadweg von Aachen bis Roermond (NL)

Fahrrad-Bildungsurlaub
vom 9. bis 13. Juli 2012,

 

Pfeil klein

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Der RurUferRadweg ist wunderbar zu fahren auf meist kraftverkehrsfreien Wegen. Er verbindet die sagenhafte Moorlandschaft des Hohen Venns in Belgien mit den niederländischen Maasplassen, einer weiten Seenlandschaft bei Roermond in den Niederlanden. Dazwischen quert der Radweg flussnah die felsenreiche Rureifel mit der Seenlandschaft, dem Nationalpark Eifel und Städten wie Monschau und Heimbach. Der Fluss hat sich hier ein tiefes Tal gegraben.
Erst kurz vor Düren weitet sich die Landschaft zur flachen Börde und die Rur fließt ruhiger. Ab jetzt geht es auf dem Rad auch viel schneller: Jülich, Linnich und dann kommt schon bald die niederländische Grenze... 180 Kilometer Abwechslung.
 

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Wir radeln natürlich nicht nur!
(Ein paar Stunden fahren wir sogar Kanu...)
Unsere Themen unterwegs sind einerseits das Wasser: Die Rur wurde immer auch vom Menschen genutzt. Nicht nur zum Zähneputzen, sondern vor allem für die Industrie. Die Tuchindustrie ist unser Thema in Monschau, die Papierindustrie ist es in Düren. Dazwischen fühlen wir vom Kanu aus mal, wie warm das Wasser eigentlich ist und welche Tiere an der Rur so leben: Der Biber zum Beispiel, die Wasseramsel oder auch die Rundmäuler...

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Die Stromproduktion mit Hilfe der Wasserkraft wird in der Rureifel ein Thema sein. In Heimbach steht nämlich ein Jugendstilkraftwerk, dass die Rureifel schon in der 1920er Jahren mit Strom versorgte. Aber Wasserkraft reichte bald nicht mehr, und das gleiche Unternehmen, dass an der Rur das Wasser nutzte, begann ein Stück rurabwärts bei Jülich die Braunkohle im Tagebau aus dem Boden zu baggern.

Und schon sind wir beim Thema Löcher: Was die Naturschützer in der Jülicher Börde noch ärgert, erfreut längst die Niederländer bei Roermond: Die heutige wunderbare Erholungslandschaft Maasplassen sind ehemalige riesige Kiesgruben. Das Material dort wurde benötigt, um Dämme am Meer zu bauen. Bei Jülich soll das Loch irgendwann auch mit Wasser gefüllt werden. Ein See wird entstehen, etwa so groß wie der Tegernsee!
 

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Jetzt fallen uns wieder die Rurseen ein, die es nur gibt, weil bei Heimbach die Rur einen Staudamm in den Weg gestellt bekommen hat... Und gerade da ist heute der Nationalpark Eifel, in dem die Natur jetzt ultimativ gegen Eingriffe geschützt wird! Unser Thema “Internationale Naturschutzkonzepte” hat natürlich die drei Großschutzgebiete als Hintergrund, die wir durchfahren: Das belgische Hohe Venn, den deutschen Nationalpark Eifel und den Nationalpark De Meinweg in den Niederlanden.

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Wir erfahren auf unserer Tour also viel über alte und neue Nutzungsformen des Wassers. Wir lernen grenzüberschreitende Naturschutzkonzepte, Regionalentwicklung und nachhaltigen Tourismus als Wirtschaftsfaktor kennen. Auch ein Thema wird die Schlacht um das Rheinland 1944/45 sein, dessen “dunkles Herz” das Gebiet des Hürtgenwaldes bis an die Rur war. Ernest Hemingway und Heinrich Böll und haben über diese schreckliche Zeit geschrieben. Böll wohnte sogar hier...